Durch Radfahren gesund bleiben

Die Tage werden länger, es wird wärmer und das gute Wetter lädt zum Verweilen im Freien an der frischen Luft ein. Viele machen jetzt ihr über den Winter etwas eingerosteten und angestaubten  Fahrräder fit und schwingen sich als Ausgleich zum stressigen Job oder einfach nur so auf den guten, alten Drahtesel.

Und das ist auch gut so. Denn Radfahren steigert die Lebenserwartung – das hat eine Langzeitstudie in den USA ergeben. Radfahren ist eine klassische Ausdauersportart, die das Herz-Kreislauf-System stärkt und überflüssige Pfunde purzeln lässt – das lässt das Risiko einen Herzinfarkt zu erleiden, sinken. Darüber hinaus sind die Bewegungen beim Radfahren gelenkschonend, regen die Fettverbrennung und die Durchblutung an und steigert die Sauerstoffaufnahme des Körpers.

Bewegungsmuffel kritisieren am Radfahren, dass es angeblich zu Potenzproblemen und zu Rückenschmerzen führen könne. Potenzproblemen kann man durch folgende Maßnahmen entgegenwirken: auf längeren Touren empfiehlt sich eine gepolsterte Hose kombiniert mit einem luftgepolsterten Sattel. Kleinere Pausen verhindern Taubheitsgefühle oder Hautprobleme im Genitalbereich.

Rückenschmerzen durch Radfahren? Im Gegenteil: Wissenschaftler der Deutschen Sporthochschule haben als Ergebnis ihrer „Cycling ans Health“ Studie 2004 herausgefunden, dass Rückenschmerzen und anderen Zivilisationskrankheiten wie beispielsweise Gicht und Gelenkschäden durch Radfahren vorgebeugt wird. Den Ergebnissen der Studie folgend, ist Radfahren sogar noch gesünder als Laufen und Schwimmen – denn Radfahren stärkt die kleinen stabilisierenden Muskelgruppen an der Wirbelsäule, beugt also direkt Rückenleiden wie beispielsweise einer Lumbalgie (Kreuzschmerzen) vor. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass das Rad richtig auf den Körper des Radfahrers abgestimmt und eingestellt ist.

Der Sattel sollte so hoch eingestellt werden, dass das Kniegelenk beim Treten auf die Pedale nie ganz ausgestreckt wird. Eine aufrechte Sitzhaltung auf dem Rad ist das Ziel, denn so verlagert sich beim Treten die Belastung abwechselnd auf beide Hälften des Gesäßes. Der Sattel sollte möglichst waagerecht eingestellt. Denken Sie daran, dass man auch den Abstand zwischen Sattel und Lenker einstellen kann. Fühlen Sie sich beim Radfahren irgendwie eingeklemmt, sollten Sie den Abstand von Sattel zum Lenker verändern. Diese Einstellungsmöglichkeiten sind zwar nur minimal, können aber schon entscheidend helfen.

Radfahren ist insbesondere dann besonders rückenschonend und gesundheitsfördernd, wenn das Rad komplett gefedert ist. So werden Schläge und Stöße durch Unebenheiten abgeschwächt und müssen nicht von den Bandscheiben absorbiert werden. Bei einer Lenker- oder Heckfederung ist darauf zu achten, dass sie perfekt auf das Gewicht des Radfahrers abgestimmt ist.

Nicht nur die Sitzhöhe und die Federung sind wichtig, sondern auch die Lenker-Einstellung ist extrem wichtig und darf nicht vernachlässigt werden. Ziel ist es durch die Lenkerstellung die Handgelenke und der Rücken entlastet werden.

Diese Einstellungen zu machen dauert ein wenig und ist nicht ganz einfach – notfalls kann Ihnen sicherlich der nächstgelegene Fahrradhändler- oder Monteur dabei helfen – aber der Aufwand lohnt sich in jedem Fall und so können auch Sie von den Vorteilen des Radfahrens profitieren.

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